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Anlässlich des Jubiläums lädt das Albertinen Zentrum für Altersmedizin am Donnerstag, 8. Oktober 2026, zu einem wissenschaftlichen Symposium unter dem Titel „Prävention für Selbstständigkeit im Alter – Wunschdenken ode​r realistische Perspektive?“ ein. Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer wird die Veranstaltung eröffnen.

Die LUCAS-Studie (Longitudinale Urbane Cohorten-Alters-Studie) begleitet seit ihrem Start im Jahr 2001 mehr als 3.300 Hamburgerinnen und Hamburger, die zu Studienbeginn mindestens 60 Jahre alt waren und selbstständig zu Hause lebten. Über ein Vierteljahrhundert hinweg konnten so wertvolle Erkenntnisse über gesundes Altern, den Erhalt funktionaler Fähigkeiten sowie Möglichkeiten zur Prävention von Morbidität und Pflegebedürftigkeit gewonnen werden.

„Bollwerk gegen Pflegebedürftigkeit“

„25 Jahre LUCAS zeigen uns, dass Altern kein einheitlicher Prozess ist, sondern individuell verschieden erfolgt. Zugleich wird deutlich, dass gesundheitsfördernde und präventive Ansätze dazu beitragen können, Selbstständigkeit und Unabhängigkeit älterer Menschen länger zu erhalten. Angesichts des demografischen Wandels müssen wir die Erkenntnisse aus der Langzeitforschung noch stärker dafür nutzen, wirksame Prävention in der Versorgung älterer Menschen zu verankern. Hierfür haben wir das Programm 'Aktive Gesundheitsförderung im Alter' entwickelt und auf Wirksamkeit überprüft, das mit dem Deutschen Präventionspreis des Bundesministeriums für Gesundheit ausgezeichnet wurde“, betont Dr. Ulrike Dapp, Forschungskoordinatorin und Leiterin der LUCAS-Studie am Albertinen Zentrum für Altersmedizin.

„Versorgungspolitisch geht es um ein Bollwerk gegen Pflegebedürftigkeit“, so Ralf Zastrau, Geschäftsführer im Albertinen Haus - Zentrum für Aktives und Gesundes Altern. „Die Erkenntnisse aus 25 Jahren LUCAS können einen wesentlichen Beitrag leisten, Hilfs- und Pflegebedürftigkeit zu vermeiden – Prävention und Gesundheitsförderung auch bei Älteren und Hochaltrigen sind ein Schlüssel dazu.“

Renommierte Expertinnen und Experten

Beim Jubiläumssymposium werden Ergebnisse aus 25 Jahren LUCAS-Forschung vorgestellt und in den Kontext aktueller Entwicklungen in Geriatrie und Gerontologie gestellt. Neben den Erkenntnissen aus der LUCAS-Studie, in deren Rahmen auch gesundheitsfördernde Interventionen entwickelt und durchgeführt wurden, beleuchten renommierte Expertinnen und Experten aktuelle wissenschaftliche Fragestellungen.

Zu den Referierenden gehören unter anderem Prof. Dr. Michael Denkinger, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie, sowie PD Dr. Ellen Freiberger vom Institut für Biomedizin des Alterns der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg.

Prof. Dr. Hans-Peter Meier-Baumgartner, Mitbegründer der Geriatrie in Deutschland, langjähriger Ärztlicher Direktor des Albertinen Hauses und Mitinitiator der LUCAS-Studie, der ehemalige Chefarzt der Medizinisch-geriatrischen Klinik im Albertinen Haus, Leiter der dortigen geriatrischen Forschungsabteilung und Universitätsprofessor für Geriatrie und Gerontologie, Prof. Dr. Wolfgang von Renteln-Kruse sowie PD Dr. Markus Gödel, Chefarzt der Klinik für Geriatrie im Albertinen Zentrum für Altersmedizin, nehmen ebenfalls an dem wissenschaftlichen Symposium teil.

Veränderungen anstoßen

Eine abschließende Podiumsdiskussion widmet sich der Frage, warum Prävention und Gesundheitsförderung im Alter bislang vergleichsweise wenig gesellschaftliche und gesundheitspolitische Aufmerksamkeit erfahren und welche Veränderungen notwendig sind.

Das Jubiläumssymposium bringt Erkenntnisse aus einem Vierteljahrhundert LUCAS-Forschung mit aktuellen wissenschaftlichen Perspektiven zusammen und bietet Raum für den Austausch darüber, wie Prävention und Gesundheitsförderung im Alter künftig stärker in Versorgung und Gesellschaft verankert werden können.

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